Das Molli Museum

Am Endbahnhof Kühlungsborn West lädt das Molli-Museum die Besucher zu einem Ausflug in die Eisenbahngeschichte ein. Der Eingang befindet sich im angrenzenden Museumscafe, das täglich geöffnet hat. Der Eintritt zum Museum ist kostenlos. Zum Erhalt wird jedoch um Spenden gebeten, die in eine alte Bahnlaterne an der Tür eingeworfen werden können. Für Gruppen werden auf Voranmeldung auch Führungen angeboten.

Die Anfänge der Museumsarbeit

Mitte der 70er Jahre fiel die Entscheidung, den Molli als Touristikbahn zu erhalten und als Denkmal der Produktions- und Verkehrsgeschichte des Bezirkes Rostock in die Denkmal-Liste einzutragen. Im Zuge dessen begann man historische Exponate zu sammeln sowie historischer Fahrzeuge zum Zwecke der Ausstellung und Durchführung von Sonderfahrten zu erhalten und zu restaurieren.

1982/83 wurde erstmalig mit dem Ausbau eines Raumes im Güterboden Kühlungsborn Ost ein Museum eingerichtet und einige Exponate ausgestellt.

Neubeginn im Güterboden Bahnhof Kühlungsborn West

Mit der Privatisierung erfolgte ab 1995 auch der Ausbau des Bahnhof Kühlungsborn West zum Erlebnisbereich.  Hier standen neben einem großen Güterboden als mögliche Ausstellungsfläche auch bessere Unterstellmöglichkeiten für Fahrzeuge im alten Wagenschuppen zur Verfügung und somit folgte der Umzug des Museums nach Kühlungsborn West.

1996 gelang mit der Kopplung an das Museumscafé eine sehr gelungene Gestaltung des Museums-Innenbereiches mit angegliederter Gastronomie. Ein besonderes Highlight bildet der offene Güterwagen vor dem Cafe, der im Sommer mit Tischen und Bänken ausgestattet als Veranda zum Verweilen einlädt.

Insbesondere durch die Modernisierung und Stilllegung von technischen Einrichtungen an Bahnanlagen kann das Molli-Museum auf einen großen Fundus an Exponaten zurückgreifen. So wurde beispielsweise das mechanische Hebelstellwerk und ein Formsignal in letzter Minute vom Bahnhof Parkentin vor dem Schrottkommando gerettet. 

Im Innenbereich lassen sich heute unter anderem Schautafeln, ein Fahrkartendrucker, alte Telefone und ein Morsegerät bewundern. Verschiedene Stellwerke, Gerätschaften der Gleisunterhaltung, eine Laternen- und eine Schildersammlung sowie eine Mutteruhr rahmen das nostalgische Erlebnis ab.

Der Außenbereich des Museums

Die Freifläche des Museums, die im ehemaligen Kleingarten des Bahnhofsvorstehers mit großer Unterstützung einer ABM entstand, füllte sich ab 1996 sehr schnell mit sehenswerten Stücken. Ein besonders interessantes Ausstellungsstück stellt der längs aufgeschnittene Original-Kessel der Dampflok 99.2323-6 dar, der noch vom damaligen RAW Görlitz für die Ausstellung hergerichtet wurde. Im Rahmen von Führungen wird an diesem Exponat gern die Funktion eines Dampflok-Kessels erläutert.

Weitere sehenswerte Stücke:

  • Feldlorenbahn mit Diesellok
  • Bekohlungskran mit Kohlenbansen
  • Formsignal und Fernsprechhäuschen
  • Schranke mit Kurbel und Warnkreuzen
  • Gleisstück mit historischen Radsätzen
  • verschiedene Signal- und Kilometertafeln
  • Wasserkran (ehemals Bahnhof Bad Doberan, Regelspurteil)

Auf dem Gleis 1a, welches 1999 in alter Lage wieder aufgebaut wurde, können in den Sommermonaten auch Schienenfahrzeuge ausgestellt werden. Meist steht hier die nicht mehr betriebsfähige Dampflok 99.332 und der seit Oktober 2001 frisch restaurierte Postwagen Nr. 71 aus dem Gründungsjahr des Molli 1886 oder ein historischer Güterwagen.