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Eisenbahn-Gaststätte im Bahnhof Kühlungsborn Ost
Erlebnis-Gaststätte

Salonwagen-Fahrten
Salonwagen mit Getränke-und Speiseangebot im Zug, verkehren: 23.06.12 - 31.10.12

 

Eine Reihe von Veranstaltungen fanden inzwischen zum Dampfloknachbau statt:

Auftakt-Veranstaltung, 05.10.2007





Am 5.10.07 fand in der Molli-Werkstatt in Bad Doberan die Auftaktveranstaltung mit feierlicher Vertragsunterzeichnung für den Bau der neuen Dampflok statt. Vertreter des Landes, des Kreises, der Städte, vom Dampflokwerk Meiningen sowie aus Politik und Wirtschaft waren geladen, diesem Moment beizuwohnen. Fotos: J. Kloock   mehr ... 

Auftakt-Presseveranstaltung im Dampflokwerk Meiningen, 3.7.2008



Am 3. Juli 2008 fand im Dampflokwerk Meiningen die offizielle Auftakt-Presseveranstaltung statt. Die Geschäftsführerin der Mecklenburgischen Bäderbahn MOLLI GmbH, Angelika Münchow, und der Werkstattleiter Jürgen eichhorn, stehen am Modell einer Dampflok gleichen Typs in der Werkhalle in Meiningen. 

8. Mecklenburg-Vorpommern-Tag, 5.+6.7.2008



Am 5. und 6. Juli 2008 wurde auf dem 8. Mecklenburg-Vorpommern-Tag in Ribnitz-Damgarten, wo der Molli mit einem eigenen Stand vertreten war, erstmals ein Bauteil der neuen Lok öffentlich gezeigt. Der Kohlekasten war extra aus dem Dampflokwerk herantransportiert worden.

Meininger Dampfloktage, 06.09.2008




Anlässlich der diesjährigen Meininger Dampfloktage hatten viele Besucher am 6. September 2008 die Gelegenheit, neben vielen ausgestellten Regelspur-Dampfloks auch die ersten Bauteile der neuen Molli-Lok in Augenschein zu nehmen. Aus vielen Teilen des ganzen Landes waren dazu Eisenbahnfreunde auch mit ganzen Sonderzügen angereist!



Pressetermin zur TÜV-Abnahme des Kessels, 10.09.2008

Am 10.09.2008 lud das Dampflokwerk zum Pressetermin ein. Der neue Kessel war fertiggestellt und wurde an diesem Tag geprüft und abgenommen. Eine ganze Reihe von Journalisten und Fotografen waren gekommen, die Presse berichtete anschließend ausführlich über das Ereignis.

Pressetermin zur "Hochzeit" am 29.10.2008

Natürlich war auch die Presse zum spektakulären Ereignis der "Hochzeit" von Kessel und Rahmen der neuen Lok eingeladen. Die Reporter nutzten die Gelegenheit ausgiebig für spektakuläre Bilder. Foto: B. Credo

Besuchstage mit Werksführung, monatlich

Anlässlich der jeden Monat einmal an einem Samstagvormittag stattfindenden öffentlichen Besuchstage im Dampflokwerk Meiningen konnten sich viele interessierte Gäste bei einer Führung durch die große Werkhalle auch vom Arbeitsstand der neuen Molli-Lok überzeugen.

Foto: R. Dröse (15.11.08)

Foto: R. Dröse (15.11.08)

Fachexkursion 11.12.2008

Durch den Werkleiter Herrn Eichhorn und den Vertriebsleiter Herrn Leifheit erhielten die Exkursionsteilnehmer während eines kurzen Vortrages interessante Einblicke in die Geschichte des Dampflokwerkes Meiningen sowie umfangreiche Informationen zum Stand des Projektes Molli-Nachbaulok.

Weit fortgeschritten in der Endmontage präsentierte sich die Lok den Fachbesuchern anlässlich der Exkursion in das Dampflok-werk am 11.12.2008.

Die Molli-Lok auf "ihrem" Arbeits-
stand; Fotos: Jan Methling

Präsentation Berlin ITB 11.-15.03.2009

Vom 11.-15. März 2009 stand die neue Dampflok auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin und warb für Urlaub und Dampfzugnostalgie an der Ostseeküste. Die Resonanz, besonders an den Publikumstagen war sehr positiv! Molli ist gut bekannt und sehr beliebt ... Fotos: J. Methling


Die Nachbau-Dampflokomotive 99.2324-4 (Baujahr 2008/09)



Seit Juli 2009 wird die Nachbaulok nun im planmäßigen Zugdienst verwendet.

Zugelassen und in Dienst gestellt

Am 10.07.2009 wurde die Lok im Rahmen einer Feierstunde in Dienst gestellt. Der Chef der Schweriner Staatskanzlei Herr Meyer übergab die Zulassungsurkunde an die Geschäftsführerin der MBB Molli. In Grußreden wurde allen am Projekt Beteiligten recht herzlich für die geleistete Arbeit gedankt und ein Erinnerungsgeschenk überreicht. Anschließend tauften die "Mitväter" der Lok Dr. Harald Ringstorff und Dr. Otto Ebnet gemeinsam mit Fr. Münchow die Lok auf die Nummer 99.2324-4 und wünschten ihr allzeit gute Fahrt. Am Nachmittag des Tages und am gesamten Samstag gab es auf dem Bahnhof Kühlungsborn West ein großes Fest zu Ehren der neuen Lok mit Führerstandsfahrten, Wettziehen, Gewinnspiel, Moderation und Musikprogramm. Am Samstag zog die Lok dann 3 Sonderzugpaare über die Strecke. Höhepunkt war sicherlich die große Lokparade der nun 4 Schwestermaschinen am Freitagabend.






Eine neue Dampflok für den Molli

Nach fast 50 Jahren wurde in Deutschland wieder eine Dampflokomotive für den regulären Zugdienst gebaut!

Die Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH beauftragte im Herbst 2007 das Dampflokwerk in Meiningen mit dem Bau einer weiteren Lokomotive der Baureihe 99.32!

Es entstand eine Nachbaulok der Konstuktion von 1932, die natürlich den modernen Fertigungsverfahren (z.B. Schweißtechnik statt Niettechnik) angepasst ist.

Und es ist wirklich ein kompletter Neubau, alle Teile sind vollständig neu angefertigt worden, nichts gebrauchtes wurde übernommen!

 

Warum braucht der Molli eine neue Lok?

 

Die 3 vorhandenen Loks der Baureihe 99.32 tragen heute die Hauptlast der Zugförderung auf der Strecke Bad Doberan - Kühlungsborn West und das mit einem Alter von über 75 Jahren! Zwar sind längst nicht mehr alle Teile der Lok Originalteile, das versteht sich von selbst, aber Aufbau und Funktionsweise entsprechen dem Stand der Technik von 1932! Die Unterhaltung der Fahrzeuge ist aufwändig und teuer. Um das Wissen um die Technik zu bewahren und vermehrt Instandhaltungsleistungen in der eigenen Werkstatt ausführen zu können, ist eine 4. Lok erforderlich. Im Sommer sind die 3 vorhandenen Maschinen im Dauereinsatz. Für die Fristarbeiten steht immer nur knapp eine Woche zur Verfügung. Wenn größere Schäden auftreten, bleibt nur die "kleine Lok" der BR 99.33 als Reserve, die aber im sehr straffen Sommerfahrplan schnell überfordert ist. Vor einigen jahren wurde der Zeitraum des Sommerfahrplans bis Ende Oktober ausgedeht, 2009 erfolgte eine nochmalige Verlängerung im April. Der zur Verfügung stehende Zeitraum zur Ausführung größerer Reparaturen verringerte sich also weiter. Ohne eine vierte Lok ist zukünftig ein zuverlässiger Zugbetrieb mit möglichst geringen Instandhaltungskosten kaum noch sicherzustellen. Auch soll erreicht werden, bei den aufwändigen Transporten der Loks in das Ausbesserungswerk zukünftig die gesetzlichen Fristen besser auszunutzen. Bisher gelang das nicht, da die Fahrzeuge schon vor Erreichen der Zeitfrist so stark verschlissen waren, dass eine Reparatur vor Ort zeitlich, technisch und kapazitätsmäßig nicht realisierbar war.

 

Der Bau der neuen Lok ist inzwischen abgeschlossen, die Zulassung erteilt und die Maschine im Regelbetrieb auf der Strecke im Einsatz.

An dieser Stelle berichten wir über den Bauablauf, wichtige Meilensteine in der Fertigung und die Erprobung und stellen viele interessante Fotos vor!

Seien Sie gespannt!

 

Der Vertrag

Ohne eine solide Finanzierung wäre die Idee einer neuen Lok natürlich nur Makulatur. Ohne die Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern durch eine großzügige Förderung ist dieses Projekt nicht realisierbar. Wir meinen, dieses Geld ist gut angelegt. Ein Bundesland, das stark vom Tourismus lebt, braucht neben gutem Urlaubswetter natürlich ganz besonders touristische Attraktionen und gute Verkehrsverbindungen! Der Molli bietet beides und über 600.000 Fahrgäste im Jahr sprechen dafür, den Molli durch eine neue Lokomotive weiter zu stärken. Dazu übergab der Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommer, Dr. Otto Ebnet am 05.10.2007 einen Fördermittelbescheid. Die Deutsche Bahn AG wurde mit ihrem Dampflokwerk in Meinigen als Partner zur Herstellung der neuen Lok gewonnen. Für das sonst auf die Reparatur solcher Fahrzeuge spezialisierte Werk ist dies eine ganz besondere Herausforderung. Der Geschäftsführer des Bereiches Fahrzeuginstandhaltung der DB AG, Dr. Johannes Keil betonte dies in seiner Rede anlässlich der feierlichen Unterzeichnung des Werkvertrages. Werkleiter Jürgen Eichhorn versicherte, seine Mitarbeiter werden alles daran setzen, die Lok in hoher Qualität auf die Schienen zu bringen. Der Zugewinn an Know-How wird sicher dazu beitragen, auch zukünftig in Deutschland Dampflokomotiven zu betreiben und instandzuhalten. Fotos: J. Kloock









Die Vorbereitungen

Bevor losgebaut werden konnte, war ein umfangreiches Studium der vorhandenen alten Zeichnungen erforderlich. Schließlich werden viele Bauteile der neuen Lok heute nach anderen moderneren Verfahren hergestellt und die Zeichnungen mussten entsprechend angepasst oder neu erstellt werden. Mit diesen Arbeiten waren Konstrukteure, Ingenieure und Lok-Spezialisten mehrere Wochen beschäftigt. Foto: Jan Methling

Erstes Großbauteil ist fertiggestellt

Mit dem Kohlekasten der Lok war im Juni 2008 bereits das erste Groß-bauteil fertiggestellt. Es wurde auch gleich zu Werbe- und Präsentations-zwecken genutzt, siehe links. Weitere Großteile wie Kessel und der Rahmen waren zu diesem Zeitpunkt in der Fertigung bereits weit vorange-kommen bzw. standen kurz vor der Zwischenabnahme.

Am 08.07.2008 präsentierte sich dann auch der fertig geschweißte Rahmen in der Richthalle des Dampflokwerkes Meiningen. Fotos: B. Credo

 

 

Kesseldruckprobe absolviert

Ein wichtiger Meilenstein bei der Herstellung der neuen Lokomotive konnte am 10. September 2008 gesetzt werden. Der neue Kessel wurde erstmals mit Wasser gefüllt und absolvierte seine Kesselduckprobe erfolgreich. Gleichzeitig erfolgte die Abnahme dieses Bauteils durch die Sachverständigen des TÜV, der Landesbahnaufsicht M/V und Vertreter der MBB Molli. Fotos: M. Ziegerath (DB AG)











Fertigung nach Zeitplan

Für die Herstellung der Teile und die Montage besteht ein enger Zeitplan. Die Fertigstellung der Lokomotive ist zum Jahresende 2008 avisiert. Erste Probefahrten und eine Präsentation der Lok sind für Anfang 2009 vorgesehen. Zum Sommer 2009 soll die Lok dann auf den Molli-Gleisen ihre ersten Schritte unternehmen. Bis dahin gibt es jedoch noch eine Menge zu tun ...    Fotos: B. Credo




Die Montage beginnt

Nachdem Anfang September eine Menge Teile und Baugruppen der neuen Lok einzeln zu sehen waren, begann Mitte September die Montage. Zunächst wurden die Zylinder an den Rahmen geschraubt, später dann, nach dem Anbringen der Aufnahmen und Stützbleche, wurden Kessel, Kohle- und Wasserkästen probeweise auf den Rahmen gesetzt, um Anpassungsarbeiten auszuführen. Auch der Führerhausaufsatz durfte schon einmal seinen richtigen Platz einnehmen. Langsam werden die Konturen der neuen Lok sichtbar.

Fotos: J. Müller, Y. Stolze



Am 15.10.2008 waren erste Konturen der neuen Lok zu erkennen, nachdem probeweise verschiedene Großteile wie Rahmen, Zylinder, Kohle- und Wasserkästen und der Führerhausaufsatz zu Anpassungsarbeiten zusammengesetzt waren.
Fotos: Y. Stolze


Eine ganz Besondere Herausforderung: Radsterne aus Stahlguss




Schmelze und Abstich im Eisenwerk Böhmer in Witten a.d.R.; Fotos: Rolf Berker

 

 

Eine ganz besondere Herausforderung stellten sicherlich die Radsterne für die Radsätze der neuen Lok dar. Diese Teile müssen aus Stahlguss gefertigt werden und benötigen dazu ein Modell für die Sandform. Das Dampflokwerk Meiningen hat das Eisenwerk Böhmer aus Witten a.d.R. für diese anspruchsvolle Aufgabe als Partner ausgewählt. Am 29.10.08 war das Werk vollbracht und die Rohlinge zur Weiterbearbeitung in Meiningen eingetroffen.



Alle 12 benötigten Radsterne für die neue Lok; Foto: C. Fischer

Die Hochzeit

Am 29.10.2008 erfolgte im Dampflokwerk Meiningen die sogenannte Hochzeit. Dabei sollte der fertige Lokkessel auf den Rahmen aufgesetzt werden. Im Vorfeld hatte dieser bereits seine rote Lackierung erhalten. Der Kessel war fertig isoliert und die gesamte Verkleidung montiert worden. Beim eigentlichen Akt wurde der Kessel zunächst über den Aschkasten gehoben, um diesen am Bodenring zu befestigen. Danach wurde die gesamte Baugruppe über den Rahmen geschwenkt und auf den vorbereiteten Befestigungselementen abgesetzt. Hier verbleibt der Kessel nun, um die Montage weiterer Bauteile auszuführen.



Der Lokkessel mit montiertem Aschkasten schwebt über dem Lokrahmen. Fotos: B. Credo



Mit viel Gefühl bringt der Kranbediener den Kessel in seine endgültige Position. Foto: J. Rech

Fachexkursion am 11.12.2008

Am 11.12.2008 startete eine Fachexkursion von Bad Doberan aus ins Dampflokwerk nach Meningen. Insgesamt 25 Interessierte wollten sich vor Ort vom Arbeitsstand des Loknachbaus informieren. Nach der Begrüßung durch die Werkleitung und einem interessanten Vortrag über die Werksgeschichte folgte der interessanteste Teil: die Führung durch die große Werkhalle. Am Arbeitsstand der Molli-Lok wurde gerade der 2. Wasserkasten aufgesetzt. Hier gab es natürlich eine Menge Fragen und viel wissenswertes zu erfahren. Danach wurde der Rundgang fortgesetzt. Fast in allen Fertigungsbereichen trafen wir dabei auf weitere fertiggestellte Teile unserer Lok oder solche in den letzten Zügen der Bearbeitung. Am Führerhausaufsatz wurde besonders intensiv gearbeitet, soll dieser doch in den nächsten Tagen montiert werden. Sehr beeindruckend war auch das große Bohr- und Fräswerk, auf dem gerade die letzten Kuppelstangen ihre endgültige Form erhielten.

Der Tag verging wie im Fluge, an dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Meininger Dampflokwerker, die sich viel Zeit für uns genommen haben und die Exkursion zu einem gelungenen Erlebnis werden ließen.



Am 11.12.2008 war die Montage der Lok schon weit fortgeschritten, u.a. wurde an diesem Tag der 2. Wasserkasten mit dem Steuerbock aufgesetzt. Auch ein Großteil der Leitungen war schon verlegt. Fotos: Jan Methling














Auf die Achsen, fertig ...

Spannender Moment: wird alles passen?

Am 07.01.2009 folgte der wohl spektakulärste Schritt im Werden der neuen Lok, das Aufachsen. Dabei wurde der Rahmen mit Kessel und Führerhaus per Brückenkran über die Achsen mitsamt ihren Lagern, Federn usw. gehoben und langsam abgesenkt, bis alle Teile ihren richtigen Platz im Rahmen gefunden haben. Anschließend wurden die Federspannschrauben zwischen den Blattfedern, die an den Achslagern sitzen und den Ausgleichshebeln im Rahmen befestigt und die Laufachsgestelle eingehängt. Nach einigen Stunden angespannter Montagearbeit stand die Lok dann erstmals auf ihren eigenen Rädern bzw. Achsen. Der Moment war deshalb besonders spannend, da hier alles ganz exakt passen muss. Die Toleranzen betragen nur wenige Millimeter bzw. Zehntel-Millimeter!






... geschafft, alles hat gepasst, die Lok steht auf ihren Achsen! Fotos: J. Rech, U. Steinwasser

Erstes Anheizen

Am 13.01.2009 konnte die neue Lok zum ersten Male Frischluft schnuppern. Sie wurde auf einem Hilfsgestell stehend aus der Werkhalle herausgefahren. Grund war die Warmdruckprobe. Dabei wurde der Kessel zum ersten Mal mit Kohle angeheizt und mit eigenem Dampf auf Spitzendruck gebracht. Anschließend wurden die Sicherheitsventile eingestellt, die Pumpen und der Generator getestet und die Dichtigkeit der Leitungen überprüft. Das Gestänge war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig montiert.

Fotos: U. Steinwasser, C. Fischer

Probefahrt und Indizieren

Am 15.01.2009 war der große Moment gekommen, die Lok bewegte sich zum ersten Male mit eigener Kraft auf dem Probefahrtgleis des Werksgeländes in Meiningen. Tags zuvor war das Gestänge komplett montiert worden, alles passte - SIE FÄHRT !!!!

Am 20. und 21.01.2009 wurde die Lok dann indiziert. Dabei wird mit Hilfe eines komplizierten Messgerätes die Dampfmaschine richtig eingestellt, dass beide Kolben im richtigen Moment und völlig gleichmäßig mit Dampf versorgt werden. Ganz genaues Arbeiten und viel Sachkenntnis ist hier erforderlich, damit die Lok später "richtig rund läuft". Fotos: U. Steinwasser






Erste öffentliche Präsentation!

In den letzten Wochen wurde die endgültige Lackierung der Lokomotive ausgeführt und letzte Kleinteile ergänzt. Vom 11. bis 15. März 2009 wurde die fertige Lok dann erstmals öffentlich präsentiert. Auf der Internationalen Tourismusbörse ITB auf dem Berliner Messegelände warb sie zwischen den Messehallen 6 und 4 für die Dampfzugnostalgie an der Ostseeküste.

Die Messe war für jedermann am Wochenende 14. und 15.03. geöffnet. Viele Interessierte besuchten uns, holten sich Informationen und wünschten der neuen Lok allzeit gute Fahrt.




Fotos: J. Methling



... in der Heimat eingetroffen

Am 18.03.2009 traf der Schwertransport mit der neuen Lok in den frühen Morgenstunden in Bad Doberan ein. Der LKW hatte zuvor nach erfolgtem Rückbau der Dekoration gegen 22:00 das Messegelände in Berlin verlassen. In der Werkstatthalle wurde der Neuankömmling bereits erwartet und das Abladen wurde sofort begonnen. Um 06:01 war dann der große Moment gekommen: Lok 99.2324-4 stand auf heimatlichen Gleisen.



Fotos: Jan Methling



... auf Probefahrt

Die ersten "Schritte" unternahm unsere neue Lok am Mo und Di 23./24.03.09 auf dem Bahnhof Bad Doberan. Hier wurden u.a. das Standprüfverfahren und die Profilmessfahrten über alle Gleise und die Verladerampe durchgeführt. Am Mittwoch dem 25.03.2009 erfolgte dann die Lz-Probefahrt über die gesamte Strecke zur Profilmessung auf allen Gleisen. Dabei wurde ein Begleiterwagen mitgeführt. Auf dieser Fahrt erreichte die Maschine erstmals 44,7 km/h.  Am späten Vormittag kam die "Fuhre" auf dem Bahnhof Kühlungsborn West an. Da es keinerlei Beanstandungen gab, durfte die neue Lok am Nachmittag bereits einen Regelzug ziehen - natürlich nur als Vorspannlok! Von dieser Stelle ein ganz großes Kompliment an die Meininger Dampflokwerker! Männer, Ihr habt ein ausgezeichnetes Werk vollbracht! Alle Fotos: J. Methling

 





Ihr erster Planzug mit Schornstein voran, Mi 25.03.2009, 15:35 Uhr ab Kühlungsborn West.

Lastfahrt

Am 21.04.2009 musste unsere neue Lok nun ihre volle Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Getestet werden sollte, ob sie einen Zug unter Höchstlast (für diese Loktype 250 t) in der stärksten Steigung der Strecke aus dem Stillstand noch anfahren kann. Der Probezug, den die 99.2324-4 zu ziehen hatte, bestand aus beiden an diesem Tag eingesetzten Wagenparks und der Lok des 2. Zuges, die sozusagen als Wagen mitgeschleppt wurde. Die 16 Wagen und beide Loks ergaben zusammen tatsächlich ungefähr 250 t Gesamtzugmasse. Beide Anfahrten in Fulgen und an der Rennbahn gelangen problemlos. Akustisch waren sie natürlich ein besonderer Ohrenschmaus!



Der Lastprobe-Zug im Bf. Kühlungsborn West bzw. im Bf. Rennbahn. Fotos: J. Methling

Technische Angaben zur Lokomotive

Besonderheiten

  • Mit ihren 1100 mm großen Treib- und Kuppelrädern und ihrer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gehört auch die neue Lok neben ihren 3 Schwestern und der 99.6001 der Harzer Schmalspurbahnen zu den schnellsten Schmalspurdampfloks in Deutschland !
  • Sie ist ein Nachbau der nach den Grundsätzen der Einheitslokomotiven in einer Serie von nur 3 Stück speziell für die Strecke Bad Doberan - Kühlungsborn gebauten Lokomotiven von 1932. Alle Teile der neuen Lok sind Neuanferigungen, nichts wurde übernommen. Man kann es sich so vorstellen: außer Stahlplatten, Rohren, Buntmetallblöcken, flüssigem Gusseisen, Kabeln und Farben, einer Menge Fachwissen und vielen Zeichnungen war nichts vorhanden!
  • Die bei der Rekonstruktion der drei 1932 gebauten Loks verwendeten Teile: Stahlschweißzylinder von 1982, geschweißter Neubaukessel von 1994/97 und geschweißter Neubaurahmen von 2002 bildeten mit die Grundlage für den erfolgenden Nachbau einer gesamten Lokomotive. Ohne die von diesen Projekten bereits vorhandenen Zeichnungen und vor allem die Zulassungen dieser Neubau-Teile wäre das Projekt in so kurzer Zeit nicht realisierbar gewesen.

Technische Daten: 

  • 2008/09 gebaut im Dampflokwerk Meiningen der DB AG
  • Besteller: Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH
  • gefördert durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und einige private Sponsoren
  • Baureihe 99.32
  • Gattung K 46.8
  • Bauart: 1' D 1' h2t
  • Spurweite: 900 mm
  • 10,60 m lang, 4 gekuppelte Achsen mit 1100 mm Durchmesser, 2 Laufachsen 550 mm Durchmesser
  • Achslast: 8 t
  • 2-Zylinder Heißdampf-Lokomotive
  • Leistung: 460 PS
  • Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
  • Zugkraft auf der Strecke Bad Doberan - Kühlungsborn West: 250 t
  • Gesamtgewicht mit 2/3 Vorräten: ca. 42 t
  • Vorräte: 1,7 t Kohle;  4,25 m3 Wasser
  • Ausrüstung: Druckluftbremse Knorr einlösig mit 2-stufiger Luftpumpe; Druckluft-Läuterwerk BA Knorr, 5 kW-Lichtmaschine mit 85 V für Lok- und Zugbeleuchtung; 2 Strahlpumpen mit 125 l Förderleistung/min; Zentralschmierung De Limon; Spurkranzschmierung REBS;
  • Betriebsnummer: 99.2324-4  (bzw. 99.324)
  • Indienststellung: 10.07.2009

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Fotos vom Einsatz der Lokomotive:




Fotos vom Bau der Lokomotive:





Am 12.04.2008 waren erste Materialien für Rahmen und Zylinder im DLW Meiningen zu sehen. Fotos: O. Söhner




Am 29.05.08 liegen die Seitenteile des Rahmens auf der Richtplatte zum Schweißen, die Frontplatten sind auch zum Einbau bereit, hinten steht der fast fertige Kohlekasten. Fotos: B. Credo



Der erste Zylinder nimmt Gestalt an, hinten am Brett hängt die Zeichnung. 29.05.08, Foto: B. Credo



Die erste Laufachs-Deichsel war am 29.05.08 zum Verschweißen der Einzelteile vorbereitet. Foto: B. Credo



Schweißarbeiten am Stehkessel 8.7.08
Foto: B. Credo



Die Feuerbüchse mit Bodenring liegt zum Einschweißen in den Stehkessel bereit, 8.7.08, Foto: B. Credo



Beide Zylinder wurden inzwischen auf dem Bohrwerk bearbeitet, 8.7.08, Foto: B. Credo



Die erste Achswelle wird auf der Drehbank in ihre endgültige Form gebracht, 8.7.08, Foto: B. Credo



Die Schwingenlagerböcke sind fertig, 8.7.08, Foto: B. Credo



Schwingenstangenrohlinge warten auf die weitere Bearbeitung, 8.7.08,
Foto: B. Credo




Der fertige Rahmen lag am 06.09.08 noch auf der Richtplatte, gleichzeitig wurde an den neuen Wasserkästen gearbeitet. Fotos: Bitter, Lorenz





Am 06.09.08 waren Gleitbahn, Schwinge und Steuerspindel nahezu fertiggestellt. Fotos: R. Zech, W. Lorenz





Auch der fertige Kessel, der inzwischen mit einigen Armaturen versehen ist, war am 06.09.08 zu bestaunen.
Fotos: R. Bitter, W. Lorenz



Interessant ist ein Blick in die Feuerbüchse auf die Rohrwand.
Foto: W. Lorenz (6.9.08)



Der Funkenkorb findet später seinen Platz in der Rauchkammer.
Foto: W. Lorenz (6.9.08)



Die fertigen Achswellen liegen zum Aufpressen der Radsterne bereit.
Foto: R. Bitter (6.9.08)



Die Zylinder warten nun auf auf ihre Kolben und Schieber, um dann letztlich am Rahmen befestigt zu werden.
Foto: W. Lorenz (6.9.08)



Der fertige Sicherheitsventilträger für den Lokkessel. Foto: B. Credo



Der neue Schornstein Foto: B. Credo



Die Kreuzköpfe, Foto: B. Credo



Achslagergehäuse Foto: B. Credo



Der Guss-Rohling des Dampfsammelkastens muss noch ausgefräst werden. Foto: B. Credo



Der Führerhausaufsatz befindet sich in der Montage Foto: B. Credo



Als Rohlinge sind die Teile für die neue Feuertür angeliefert worden. Foto: B. Credo



Rohlinge für die Kuppelstangen, Foto: B. Credo



Die Bedieneinrichtung für die Steuerung ist komplett montiert und zum Einbau bereit. Foto: B. Credo



Die Bremshebel zur Anpassung und vor der Endbearbeitung, Foto: B. Credo




Am 11.12.08 warten die fertigen Schie-
ber (oben) und Kolben auf den Einbau in die Zylinder... Fotos: J. Methling



... die Schieberkastendeckel waren indess noch nich ganz fertiggestellt. Daneben liegen die einbaufertigen Achslagergehäuse mit den Lager-schalen. Foto: J. Methling (11.12.08)



Einige Teile vom Gewerk waren am 11.12.08 noch in Bearbeitung, hier eine Schieberschubstange auf der Fräsmaschine... Foto: J. Methling




... die hinteren Kuppelstangen waren dagegen bis auf die Ölgefäße schon fertiggestellt (oben). Die Schwingen hatten bereits ihre Lagerbuchsen erhalten und lagen nun zum Einbau bereit (unten).
Fotos: J. Methling (11.12.08)




Die Bremshebel waren zum Einbau bereits lackiert (oben), die Laufachs-federn lagen auch zum Einbau bereit (unten). Fotos: J. Methling

 

Alle Fotos dieser Seite stammen

von den bei den Bildern genannten Fotografen.

Verwendung für kommerzielle Zwecke nur nach Zustimmung der MBB Molli!


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