Die Nachbau-Dampflokomotive 99.2324-4 (Baujahr 2008/09)
Zugelassen und in Dienst gestellt
Am 10.07.2009 wurde die Lok im Rahmen einer Feierstunde in Dienst gestellt. Der Chef der Schweriner Staatskanzlei Herr Meyer übergab die Zulassungsurkunde an die Geschäftsführerin der MBB Molli. In Grußreden wurde allen am Projekt Beteiligten recht herzlich für die geleistete Arbeit gedankt und ein Erinnerungsgeschenk überreicht. Anschließend tauften die "Mitväter" der Lok Dr. Harald Ringstorff und Dr. Otto Ebnet gemeinsam mit Fr. Münchow die Lok auf die Nummer 99.2324-4 und wünschten ihr allzeit gute Fahrt. Am Nachmittag des Tages und am gesamten Samstag gab es auf dem Bahnhof Kühlungsborn West ein großes Fest zu Ehren der neuen Lok mit Führerstandsfahrten, Wettziehen, Gewinnspiel, Moderation und Musikprogramm. Am Samstag zog die Lok dann 3 Sonderzugpaare über die Strecke. Höhepunkt war sicherlich die große Lokparade der nun 4 Schwestermaschinen am Freitagabend.
Eine neue Dampflok für den Molli
Nach fast 50 Jahren wurde in Deutschland wieder eine Dampflokomotive für den regulären Zugdienst gebaut!
Die Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH beauftragte im Herbst 2007 das Dampflokwerk in Meiningen mit dem Bau einer weiteren Lokomotive der Baureihe 99.32!
Es entstand eine Nachbaulok der Konstuktion von 1932, die natürlich den modernen Fertigungsverfahren (z.B. Schweißtechnik statt Niettechnik) angepasst ist.
Und es ist wirklich ein kompletter Neubau, alle Teile sind vollständig neu angefertigt worden, nichts gebrauchtes wurde übernommen!
Warum braucht der Molli eine neue Lok?
Die 3 vorhandenen Loks der Baureihe 99.32 tragen heute die Hauptlast der Zugförderung auf der Strecke Bad Doberan - Kühlungsborn West und das mit einem Alter von über 75 Jahren! Zwar sind längst nicht mehr alle Teile der Lok Originalteile, das versteht sich von selbst, aber Aufbau und Funktionsweise entsprechen dem Stand der Technik von 1932! Die Unterhaltung der Fahrzeuge ist aufwändig und teuer. Um das Wissen um die Technik zu bewahren und vermehrt Instandhaltungsleistungen in der eigenen Werkstatt ausführen zu können, ist eine 4. Lok erforderlich. Im Sommer sind die 3 vorhandenen Maschinen im Dauereinsatz. Für die Fristarbeiten steht immer nur knapp eine Woche zur Verfügung. Wenn größere Schäden auftreten, bleibt nur die "kleine Lok" der BR 99.33 als Reserve, die aber im sehr straffen Sommerfahrplan schnell überfordert ist. Vor einigen jahren wurde der Zeitraum des Sommerfahrplans bis Ende Oktober ausgedeht, 2009 erfolgte eine nochmalige Verlängerung im April. Der zur Verfügung stehende Zeitraum zur Ausführung größerer Reparaturen verringerte sich also weiter. Ohne eine vierte Lok ist zukünftig ein zuverlässiger Zugbetrieb mit möglichst geringen Instandhaltungskosten kaum noch sicherzustellen. Auch soll erreicht werden, bei den aufwändigen Transporten der Loks in das Ausbesserungswerk zukünftig die gesetzlichen Fristen besser auszunutzen. Bisher gelang das nicht, da die Fahrzeuge schon vor Erreichen der Zeitfrist so stark verschlissen waren, dass eine Reparatur vor Ort zeitlich, technisch und kapazitätsmäßig nicht realisierbar war.
Der Bau der neuen Lok ist inzwischen abgeschlossen, die Zulassung erteilt und die Maschine im Regelbetrieb auf der Strecke im Einsatz.
An dieser Stelle berichten wir über den Bauablauf, wichtige Meilensteine in der Fertigung und die Erprobung und stellen viele interessante Fotos vor!
Seien Sie gespannt!
Der Vertrag
Ohne eine solide Finanzierung wäre die Idee einer neuen Lok natürlich nur Makulatur. Ohne die Unterstützung des Landes Mecklenburg-Vorpommern durch eine großzügige Förderung ist dieses Projekt nicht realisierbar. Wir meinen, dieses Geld ist gut angelegt. Ein Bundesland, das stark vom Tourismus lebt, braucht neben gutem Urlaubswetter natürlich ganz besonders touristische Attraktionen und gute Verkehrsverbindungen! Der Molli bietet beides und über 600.000 Fahrgäste im Jahr sprechen dafür, den Molli durch eine neue Lokomotive weiter zu stärken. Dazu übergab der Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung des Landes Mecklenburg-Vorpommer, Dr. Otto Ebnet am 05.10.2007 einen Fördermittelbescheid. Die Deutsche Bahn AG wurde mit ihrem Dampflokwerk in Meinigen als Partner zur Herstellung der neuen Lok gewonnen. Für das sonst auf die Reparatur solcher Fahrzeuge spezialisierte Werk ist dies eine ganz besondere Herausforderung. Der Geschäftsführer des Bereiches Fahrzeuginstandhaltung der DB AG, Dr. Johannes Keil betonte dies in seiner Rede anlässlich der feierlichen Unterzeichnung des Werkvertrages. Werkleiter Jürgen Eichhorn versicherte, seine Mitarbeiter werden alles daran setzen, die Lok in hoher Qualität auf die Schienen zu bringen. Der Zugewinn an Know-How wird sicher dazu beitragen, auch zukünftig in Deutschland Dampflokomotiven zu betreiben und instandzuhalten. Fotos: J. Kloock
Die Vorbereitungen

Bevor losgebaut werden konnte, war ein umfangreiches Studium der vorhandenen alten Zeichnungen erforderlich. Schließlich werden viele Bauteile der neuen Lok heute nach anderen moderneren Verfahren hergestellt und die Zeichnungen mussten entsprechend angepasst oder neu erstellt werden. Mit diesen Arbeiten waren Konstrukteure, Ingenieure und Lok-Spezialisten mehrere Wochen beschäftigt. Foto: Jan Methling
Erstes Großbauteil ist fertiggestellt

Mit dem Kohlekasten der Lok war im Juni 2008 bereits das erste Groß-bauteil fertiggestellt. Es wurde auch gleich zu Werbe- und Präsentations-zwecken genutzt, siehe links. Weitere Großteile wie Kessel und der Rahmen waren zu diesem Zeitpunkt in der Fertigung bereits weit vorange-kommen bzw. standen kurz vor der Zwischenabnahme.
Kesseldruckprobe absolviert
Ein wichtiger Meilenstein bei der Herstellung der neuen Lokomotive konnte am 10. September 2008 gesetzt werden. Der neue Kessel wurde erstmals mit Wasser gefüllt und absolvierte seine Kesselduckprobe erfolgreich. Gleichzeitig erfolgte die Abnahme dieses Bauteils durch die Sachverständigen des TÜV, der Landesbahnaufsicht M/V und Vertreter der MBB Molli. Fotos: M. Ziegerath (DB AG)
Fertigung nach Zeitplan
Für die Herstellung der Teile und die Montage besteht ein enger Zeitplan. Die Fertigstellung der Lokomotive ist zum Jahresende 2008 avisiert. Erste Probefahrten und eine Präsentation der Lok sind für Anfang 2009 vorgesehen. Zum Sommer 2009 soll die Lok dann auf den Molli-Gleisen ihre ersten Schritte unternehmen. Bis dahin gibt es jedoch noch eine Menge zu tun ... Fotos: B. Credo
Die Montage beginnt
Nachdem Anfang September eine Menge Teile und Baugruppen der neuen Lok einzeln zu sehen waren, begann Mitte September die Montage. Zunächst wurden die Zylinder an den Rahmen geschraubt, später dann, nach dem Anbringen der Aufnahmen und Stützbleche, wurden Kessel, Kohle- und Wasserkästen probeweise auf den Rahmen gesetzt, um Anpassungsarbeiten auszuführen. Auch der Führerhausaufsatz durfte schon einmal seinen richtigen Platz einnehmen. Langsam werden die Konturen der neuen Lok sichtbar.
Fotos: J. Müller, Y. Stolze
Eine ganz Besondere Herausforderung: Radsterne aus Stahlguss
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Schmelze und Abstich im Eisenwerk Böhmer in Witten a.d.R.; Fotos: Rolf Berker | ||
Eine ganz besondere Herausforderung stellten sicherlich die Radsterne für die Radsätze der neuen Lok dar. Diese Teile müssen aus Stahlguss gefertigt werden und benötigen dazu ein Modell für die Sandform. Das Dampflokwerk Meiningen hat das Eisenwerk Böhmer aus Witten a.d.R. für diese anspruchsvolle Aufgabe als Partner ausgewählt. Am 29.10.08 war das Werk vollbracht und die Rohlinge zur Weiterbearbeitung in Meiningen eingetroffen.
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Alle 12 benötigten Radsterne für die neue Lok; Foto: C. Fischer |
Die Hochzeit
Am 29.10.2008 erfolgte im Dampflokwerk Meiningen die sogenannte Hochzeit. Dabei sollte der fertige Lokkessel auf den Rahmen aufgesetzt werden. Im Vorfeld hatte dieser bereits seine rote Lackierung erhalten. Der Kessel war fertig isoliert und die gesamte Verkleidung montiert worden. Beim eigentlichen Akt wurde der Kessel zunächst über den Aschkasten gehoben, um diesen am Bodenring zu befestigen. Danach wurde die gesamte Baugruppe über den Rahmen geschwenkt und auf den vorbereiteten Befestigungselementen abgesetzt. Hier verbleibt der Kessel nun, um die Montage weiterer Bauteile auszuführen.
Fachexkursion am 11.12.2008
Am 11.12.2008 startete eine Fachexkursion von Bad Doberan aus ins Dampflokwerk nach Meningen. Insgesamt 25 Interessierte wollten sich vor Ort vom Arbeitsstand des Loknachbaus informieren. Nach der Begrüßung durch die Werkleitung und einem interessanten Vortrag über die Werksgeschichte folgte der interessanteste Teil: die Führung durch die große Werkhalle. Am Arbeitsstand der Molli-Lok wurde gerade der 2. Wasserkasten aufgesetzt. Hier gab es natürlich eine Menge Fragen und viel wissenswertes zu erfahren. Danach wurde der Rundgang fortgesetzt. Fast in allen Fertigungsbereichen trafen wir dabei auf weitere fertiggestellte Teile unserer Lok oder solche in den letzten Zügen der Bearbeitung. Am Führerhausaufsatz wurde besonders intensiv gearbeitet, soll dieser doch in den nächsten Tagen montiert werden. Sehr beeindruckend war auch das große Bohr- und Fräswerk, auf dem gerade die letzten Kuppelstangen ihre endgültige Form erhielten.
Der Tag verging wie im Fluge, an dieser Stelle ein herzlicher Dank an die Meininger Dampflokwerker, die sich viel Zeit für uns genommen haben und die Exkursion zu einem gelungenen Erlebnis werden ließen.
Auf die Achsen, fertig ...
Am 07.01.2009 folgte der wohl spektakulärste Schritt im Werden der neuen Lok, das Aufachsen. Dabei wurde der Rahmen mit Kessel und Führerhaus per Brückenkran über die Achsen mitsamt ihren Lagern, Federn usw. gehoben und langsam abgesenkt, bis alle Teile ihren richtigen Platz im Rahmen gefunden haben. Anschließend wurden die Federspannschrauben zwischen den Blattfedern, die an den Achslagern sitzen und den Ausgleichshebeln im Rahmen befestigt und die Laufachsgestelle eingehängt. Nach einigen Stunden angespannter Montagearbeit stand die Lok dann erstmals auf ihren eigenen Rädern bzw. Achsen. Der Moment war deshalb besonders spannend, da hier alles ganz exakt passen muss. Die Toleranzen betragen nur wenige Millimeter bzw. Zehntel-Millimeter!
Erstes Anheizen
Am 13.01.2009 konnte die neue Lok zum ersten Male Frischluft schnuppern. Sie wurde auf einem Hilfsgestell stehend aus der Werkhalle herausgefahren. Grund war die Warmdruckprobe. Dabei wurde der Kessel zum ersten Mal mit Kohle angeheizt und mit eigenem Dampf auf Spitzendruck gebracht. Anschließend wurden die Sicherheitsventile eingestellt, die Pumpen und der Generator getestet und die Dichtigkeit der Leitungen überprüft. Das Gestänge war zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig montiert.
Fotos: U. Steinwasser, C. Fischer
Probefahrt und Indizieren
Am 15.01.2009 war der große Moment gekommen, die Lok bewegte sich zum ersten Male mit eigener Kraft auf dem Probefahrtgleis des Werksgeländes in Meiningen. Tags zuvor war das Gestänge komplett montiert worden, alles passte - SIE FÄHRT !!!!
Am 20. und 21.01.2009 wurde die Lok dann indiziert. Dabei wird mit Hilfe eines komplizierten Messgerätes die Dampfmaschine richtig eingestellt, dass beide Kolben im richtigen Moment und völlig gleichmäßig mit Dampf versorgt werden. Ganz genaues Arbeiten und viel Sachkenntnis ist hier erforderlich, damit die Lok später "richtig rund läuft". Fotos: U. Steinwasser
Erste öffentliche Präsentation!
In den letzten Wochen wurde die endgültige Lackierung der Lokomotive ausgeführt und letzte Kleinteile ergänzt. Vom 11. bis 15. März 2009 wurde die fertige Lok dann erstmals öffentlich präsentiert. Auf der Internationalen Tourismusbörse ITB auf dem Berliner Messegelände warb sie zwischen den Messehallen 6 und 4 für die Dampfzugnostalgie an der Ostseeküste.
Die Messe war für jedermann am Wochenende 14. und 15.03. geöffnet. Viele Interessierte besuchten uns, holten sich Informationen und wünschten der neuen Lok allzeit gute Fahrt.
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... in der Heimat eingetroffen
Am 18.03.2009 traf der Schwertransport mit der neuen Lok in den frühen Morgenstunden in Bad Doberan ein. Der LKW hatte zuvor nach erfolgtem Rückbau der Dekoration gegen 22:00 das Messegelände in Berlin verlassen. In der Werkstatthalle wurde der Neuankömmling bereits erwartet und das Abladen wurde sofort begonnen. Um 06:01 war dann der große Moment gekommen: Lok 99.2324-4 stand auf heimatlichen Gleisen.
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... auf Probefahrt
Die ersten "Schritte" unternahm unsere neue Lok am Mo und Di 23./24.03.09 auf dem Bahnhof Bad Doberan. Hier wurden u.a. das Standprüfverfahren und die Profilmessfahrten über alle Gleise und die Verladerampe durchgeführt. Am Mittwoch dem 25.03.2009 erfolgte dann die Lz-Probefahrt über die gesamte Strecke zur Profilmessung auf allen Gleisen. Dabei wurde ein Begleiterwagen mitgeführt. Auf dieser Fahrt erreichte die Maschine erstmals 44,7 km/h. Am späten Vormittag kam die "Fuhre" auf dem Bahnhof Kühlungsborn West an. Da es keinerlei Beanstandungen gab, durfte die neue Lok am Nachmittag bereits einen Regelzug ziehen - natürlich nur als Vorspannlok! Von dieser Stelle ein ganz großes Kompliment an die Meininger Dampflokwerker! Männer, Ihr habt ein ausgezeichnetes Werk vollbracht! Alle Fotos: J. Methling


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Ihr erster Planzug mit Schornstein voran, Mi 25.03.2009, 15:35 Uhr ab Kühlungsborn West. |
Lastfahrt
Am 21.04.2009 musste unsere neue Lok nun ihre volle Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Getestet werden sollte, ob sie einen Zug unter Höchstlast (für diese Loktype 250 t) in der stärksten Steigung der Strecke aus dem Stillstand noch anfahren kann. Der Probezug, den die 99.2324-4 zu ziehen hatte, bestand aus beiden an diesem Tag eingesetzten Wagenparks und der Lok des 2. Zuges, die sozusagen als Wagen mitgeschleppt wurde. Die 16 Wagen und beide Loks ergaben zusammen tatsächlich ungefähr 250 t Gesamtzugmasse. Beide Anfahrten in Fulgen und an der Rennbahn gelangen problemlos. Akustisch waren sie natürlich ein besonderer Ohrenschmaus!
Technische Angaben zur Lokomotive
Besonderheiten
- Mit ihren 1100 mm großen Treib- und Kuppelrädern und ihrer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gehört auch die neue Lok neben ihren 3 Schwestern und der 99.6001 der Harzer Schmalspurbahnen zu den schnellsten Schmalspurdampfloks in Deutschland !
- Sie ist ein Nachbau der nach den Grundsätzen der Einheitslokomotiven in einer Serie von nur 3 Stück speziell für die Strecke Bad Doberan - Kühlungsborn gebauten Lokomotiven von 1932. Alle Teile der neuen Lok sind Neuanferigungen, nichts wurde übernommen. Man kann es sich so vorstellen: außer Stahlplatten, Rohren, Buntmetallblöcken, flüssigem Gusseisen, Kabeln und Farben, einer Menge Fachwissen und vielen Zeichnungen war nichts vorhanden!
- Die bei der Rekonstruktion der drei 1932 gebauten Loks verwendeten Teile: Stahlschweißzylinder von 1982, geschweißter Neubaukessel von 1994/97 und geschweißter Neubaurahmen von 2002 bildeten mit die Grundlage für den erfolgenden Nachbau einer gesamten Lokomotive. Ohne die von diesen Projekten bereits vorhandenen Zeichnungen und vor allem die Zulassungen dieser Neubau-Teile wäre das Projekt in so kurzer Zeit nicht realisierbar gewesen.
Technische Daten:
- 2008/09 gebaut im Dampflokwerk Meiningen der DB AG
- Besteller: Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH
- gefördert durch das Land Mecklenburg-Vorpommern und einige private Sponsoren
- Baureihe 99.32
- Gattung K 46.8
- Bauart: 1' D 1' h2t
- Spurweite: 900 mm
- 10,60 m lang, 4 gekuppelte Achsen mit 1100 mm Durchmesser, 2 Laufachsen 550 mm Durchmesser
- Achslast: 8 t
- 2-Zylinder Heißdampf-Lokomotive
- Leistung: 460 PS
- Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
- Zugkraft auf der Strecke Bad Doberan - Kühlungsborn West: 250 t
- Gesamtgewicht mit 2/3 Vorräten: ca. 42 t
- Vorräte: 1,7 t Kohle; 4,25 m3 Wasser
- Ausrüstung: Druckluftbremse Knorr einlösig mit 2-stufiger Luftpumpe; Druckluft-Läuterwerk BA Knorr, 5 kW-Lichtmaschine mit 85 V für Lok- und Zugbeleuchtung; 2 Strahlpumpen mit 125 l Förderleistung/min; Zentralschmierung De Limon; Spurkranzschmierung REBS;
- Betriebsnummer: 99.2324-4 (bzw. 99.324)
- Indienststellung: 10.07.2009
Fotos vom Einsatz der Lokomotive:
Fotos vom Bau der Lokomotive:
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Am 12.04.2008 waren erste Materialien für Rahmen und Zylinder im DLW Meiningen zu sehen. Fotos: O. Söhner |
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Am 29.05.08 liegen die Seitenteile des Rahmens auf der Richtplatte zum Schweißen, die Frontplatten sind auch zum Einbau bereit, hinten steht der fast fertige Kohlekasten. Fotos: B. Credo |
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Die erste Laufachs-Deichsel war am 29.05.08 zum Verschweißen der Einzelteile vorbereitet. Foto: B. Credo |
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Die Feuerbüchse mit Bodenring liegt zum Einschweißen in den Stehkessel bereit, 8.7.08, Foto: B. Credo |
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Der fertige Rahmen lag am 06.09.08 noch auf der Richtplatte, gleichzeitig wurde an den neuen Wasserkästen gearbeitet. Fotos: Bitter, Lorenz |
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Am 06.09.08 waren Gleitbahn, Schwinge und Steuerspindel nahezu fertiggestellt. Fotos: R. Zech, W. Lorenz |
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Auch der fertige Kessel, der inzwischen mit einigen Armaturen versehen ist, war am 06.09.08 zu bestaunen. |
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Die Zylinder warten nun auf auf ihre Kolben und Schieber, um dann letztlich am Rahmen befestigt zu werden. |
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Am 11.12.08 warten die fertigen Schie- |
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... die Schieberkastendeckel waren indess noch nich ganz fertiggestellt. Daneben liegen die einbaufertigen Achslagergehäuse mit den Lager-schalen. Foto: J. Methling (11.12.08) |
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Einige Teile vom Gewerk waren am 11.12.08 noch in Bearbeitung, hier eine Schieberschubstange auf der Fräsmaschine... Foto: J. Methling |
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Die Bremshebel waren zum Einbau bereits lackiert (oben), die Laufachs-federn lagen auch zum Einbau bereit (unten). Fotos: J. Methling |
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Verwendung für kommerzielle Zwecke nur nach Zustimmung der MBB Molli!






























































































































