SKL MBW-A-02 "Rolba"
Der SKL MBW-A-02 "Rolba" mit angebauten Schneefräsen und ausgefahrenem Ladekran mit Greifer vor dem Lokschuppen auf dem Bahnhof Kühlungsborn West
Geschichte, Technische Daten:
- 1988 gebaut von der schweizer Firma Rolba AG aus Wetzikon (Spezialbetrieb für Schneeräumtechnik)
- Besteller: VEB Braunkohlenkombinat Bitterfeld als Hilfsfahrzeug für den Winterdienst und die Streckenunterhaltung im Braunkohle-Tagebaugebiet
- letzter Einsatzort: LMBV-Tagebau Meuro (ex. Braunkohlenkombinat Senftenberg Stammbetrieb)
- Typ RR-2/200 - S
- Spurweite: 900 mm
- 10,35 m lang, 2 angetriebene Achsen
- Gesamtgewicht: 21 t
- 12 Zylinder Deutz-Dieselmotor, mit Abgasturbolader
- Leistung: 272 PS
- hydrostatischer Fahrantrieb
- Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h
- Bremsanlage: Knorr-Einheitsbremse
- Ausrüstung: leistungsstarke Hydraulikanlage für diverse Anbaugeräte: kippbare Ladefläche, Ladekran (10 m) mit Drehgreifer, 2 hydraulische Abstützungen, 2 Schneefräsen, Weichenkehrbesen (nicht mehr vorhanden)
- ursprüngliche Nummer: MBW-A-02
- hergestellt und geliefert wurden in die damalige DDR je 3 Fahrzeuge mit 900 mm und 1435 mm Spurweite; die Existenz von 5 der 6 Fahrzeuge ist bekannt, alle 3 schmalspurigen "Rolba's" sind erhalten
- Erwerb: 1999 durch MBB Molli
- auf den Gleisen der MBB Molli seit: 28.12.1999
- erster Einsatz der Schneefräse: Januar 2010
Ein Mehrzweck-Arbeitsfahrzeug für den Molli
- Für Unterhaltungsarbeiten an den Bahnanlagen standen der MBB Molli zunächst nur ein alter SKL 24 und einige Anhänger zur Verfügung. Damit ließen sich zwar Transportarbeiten durchführen, aber schon das Abladen der Materialien wurde schwierig, einen Kran gab es nicht. Die Mitnahme von Regelfahrzeugen war gar wegen nicht kompatibler Bremse und Kupplung nahezu unmöglich.
- Auf der Suche nach einer Rangierlok wurden Molli-Mitarbeiter erstmals im Sommer 1998 in Zwenkau auf einen MBW "Rolba" aufmerksam, der jedoch nicht zum Verkauf stand. Schon hier fiel seine Zweckmäßigkeit durch die vielen Anbaugeräte auf. Daraus resultierend hatte dieses Fahrzeug vielfältige Verwendungsmöglichkeiten bei Untehaltungsarbeiten an Bahnanlagen.
- Im September 1999 wurden dann der MBB Molli die letzten Fahrzeuge der Werkbahn zum Kraftwerk Brieske bei Senftenberg zum Kauf angeboten. Hier war auch ein "Rolba" dabei! Die Entscheidung zur Übernahme des Fahrzeuges fiel nicht schwer.
- Am Morgen des 27.12.1999, dem letzten Betriebstag der Werkbahn wurden alle Fahrzeuge auf dem Sammelplatz zusammengezogen. Durch die MBB Molli waren 4 große Tieflade-LKW und 2 Autokräne organisiert worden, um den SKL "Rolba", eine Diesellok V 10 C, 1 Schotter- und 3 Flachwagen abzuholen.
- Der SKL konnte nach einer gründlichen Durchsicht, einigen Probefahrten, kleineren Reparaturen und Anpassungsarbeiten sofort in Betrieb genommen werden. Insbesondere der Kran mit Greifer waren für verschiedene Unterhaltungs- und Transportarbeiten von großem Nutzen. So wurden bereits Signale, Lampen und Telegrafenmasten gesetzt, Beräumungsarbeiten am Gleis ausgeführt, Materialien auf Lagerplätze transportiert und regelmäßig die Schlacke zum Abtransport verladen.
- Im August 2000 wurde ein weiteres Anbaugerät gekauft. Zur Buschwerkbekämpfung unmittelbar neben den Gleisen wurden ein Teleskoparm mit Mulchkopf und eine hydraulische Heckenschere angeschafft. Für den Betrieb am "Rolba" waren nur geringe Anpassungen notwendig. Damit konnte die mühsame manuelle Arbeit mit kostenintensiver Entsorgung des Grünschnitts auf maschinellen Betrieb umgestellt werden.
- Die beiden Anbau-Schneefräsen waren zunächst nicht zum Molli gekommen, da sie sich nicht am Fahrzeug befanden. Bei Beräumungsarbeiten durch die LMBV wurden sie jedoch in einer Halle in Brieske aufgefunden und im November 2000 an die MBB Molli übergeben. Somit kann das Fahrzeug nun auch zum Winterdienst eingesetzt werden. Das war jedoch glücklicherweise in den ersten Jahren noch nicht notwendig. Erst im Januar 2010 kam dann erstmals eine Schneefräse auf Molli-Gleisen zum Einsatz.
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Letzte Aktualisierung: Nov. 2011
Fotos vom SKL "Rolba":
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Im Frühjahr 2006 machte sich der "Rolba" beim Austausch verrotteter Telegrafenmasten nahe der Steilküste nützlich |
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Zur Buschwerkbekämpfung entlang der Strecke wurde ein Mähkopf als Anbau-Gerät beschafft, hier bei der Probefahrt im August 2000 |
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von Jan Methling (MBB Molli).
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