Dampflokomotive 99.2323-6
Geschichte, Technische Daten:
- 1932 gebaut, Fa. Orenstein & Koppel, Drewitz b. Berlin
- Besteller: Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft für die Strecke Doberan –Kühlungsborn
- Baureihe 99.32
- Gattung K 46.8
- Bauart: 1' D 1' h2t
- Spurweite: 900 mm
- 10,60 m lang, 4 gekuppelte Achsen mit 1100 mm Durchmesser, 2 Laufachsen 550 mm Durchmesser
- Achslast: 8 t
- 2-Zylinder Heißdampf-Lokomotive
- Leistung: 460 PS
- Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
- Zugkraft auf der Strecke Bad Doberan - Kühlungsborn West: 250 t
- Gesamtgewicht: 42 t
- Vorräte: 1,7 t Kohle; 4,25 m3 Wasser
- Ausrüstung: Druckluftbremse Knorr einlösig mit 2-stufiger Luftpumpe; Druckluft-Läuterwerk BA Knorr, 5 kW-Lichtmaschine mit 85 V für Lok- und Zugbeleuchtung; 2 Strahlpumpen mit 125 l Förderleistung/min; Zentralschmierung BA Bosch; Spurkranzschmierung REBS;
- ursprüngliche Nummer: 99.323, später 99.2323-6
Besonderheiten
- Mit ihren 1100 mm großen Treib- und Kuppelrädern und ihrer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h ist sie neben der 99.6001 der Harzer Schmalspurbahnen die schnellste Schmalspurdampflok in Deutschland!
- Sie wurde nach den Grundsätzen der Einheitslokomotiven in einer Serie von nur 3 Stück speziell für die Strecke Bad Doberan - Kühlungsborn gebaut.
Rekonstruktion unumgänglich
Die 3 Loks der Baureihe 99.32 tragen noch heute die Hauptlast der Zugförderung auf der Strecke Bad Doberan - Kühlungsborn West und das mit einem Alter von nun fast 80 Jahren! Das längst nicht mehr alle Teile der Lok Originalteile sind, versteht sich da sicherlich von selbst!
Bereits 1982 wurden die verschlissenen Graugusszylinder durch eine Stahlschweißausführung ersetzt. 1994 erhielt die Lok als erste einen von der Deutschen Reichsbahn neu konstruierten und im AW Görlitz gefertigten Neubaukessel in Stahl-Schweißkonstruktion, nachdem der alte genietete Kessel zunehmend Probleme bei der Aufarbeitung bereitete. Der Originalkessel wurde später längs aufgeschnitten und ist heute im Molli-Museum in Kühlungsborn West zu bewundern!
Bei der im Jahr 2006 im Dampflokwerk Meiningen durchgeführten Hauptuntersuchung wurde dann ein neu konstruierter Blechrahmen in Schweißkonstruktion eingebaut. Der alte Rahmen hatte sich als ermüdet und abgezehrt erwiesen und war wirtschaftlich nicht länger zu erhalten.
Diese sehr kostenintensiven Investitionen, die dankenswerterweise durch das Wirtschaftsministerium des Landes M/V gefördert wurden, bilden die Grundlage, diese Lokomotive gemeinsam mit ihren Schwestermaschinen noch viele Jahre zur Freude unserer Gäste einsetzen zu können.
Denn mal ehrlich, ... was wäre Molli ohne seine schnaufenden und bimmelnden Dampfloks ...?
Bilder aus dem Betriebsalltag der Lok
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An einem Frühlingsmorgen zieht die Lok einen Zug nahe dem Haltepunkt Steilküste in Richtung Bad Doberan durch herrlich blühende Rapsfelder. |
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Am 23.03.2006 absolvierte die im Dampflokwerk Meiningen frisch aufgearbeitete Lok als Vorspann vor 99.2322 ihre Probefahrt |
Alle Fotos dieser Seite
von Jan Methling (MBB Molli).
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